Begleitseminare



Für die meisten jungen Menschen ist ein Auslandsaufenthalt beispielsweise im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes der erste langfristige Aufenthalt im Ausland. Viele Dinge sind neu und ungewohnt. In anderen kulturellen Kontext ist es nicht immer leicht, sich zu Recht zu finden. Das gewohnte Umfeld, das immer auch Stütze bietet, ist in der Heimat geblieben. Deswegen ist eine umfassende Begleitung besonders wichtig: zur Vorbereitung, um Fragen zu klären, Probleme zu besprechen, sich auszutauschen, Erlebtes zu verarbeiten und die Zukunft nach dem Aufenthalt zu planen. Die KURVE Wustrow bietet seit 1992 ein umfassendes Paket an begleitenden Seminaren an. Für die ersten Vorbereitungsseminare und die Betreuung der Freiwilligen konnte die KURVE Wustrow dabei auf umfassende Erfahrungen aus der Vorbereitung und Begleitung von Friedensfachkräften (FFK) in Zusammenarbeit mit Peace Brigades International, Balkan Peace Team, Pax Christi u.a. zurück greifen.

Seit der Pilotphase des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) bietet die KURVE Wustrow im Auftrag bzw. in Kooperation mit JUGEND für Europa das ganze Spektrum der Seminare des pädagogischen Begleitprogramms an:

Gestaltet und durchgeführt werden sie von TrainerInnen, die als fester Kreis seit 1997 kontinuierlich zusammenarbeiten und sich auf Qualifizierungstreffen regelmäßig fortbilden. Über die Dauer ihres Dienstes hinweg, unterstützen vier Typen von Begleitseminaren die informellen Lernerfahrungen der Freiwilligen. Das Begleitprogramm ermöglicht den jungen Erwachsenen, Sensibilität für gesellschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln und sie ermutigen und befähigen sich für eigene Interessen einzusetzen und aktives Mitglied gesellschaftlicher Veränderung zu sein. Die Seminare richten sich an TeilnehmerInnen des Europäischen Freiwilligendienstes.

In unseren Seminaren arbeiten wir:

  • teilnehmerInnenzentriert:

  • Ausgangs- und Zielpunkt unserer Arbeit sind die TeilnehmerInnen. Methoden, inhaltliche Schwerpunkte und Verlauf richten sich nach den Möglichkeiten und Interessen der TeilnehmerInnen.
  • prozessorientiert:

  • Entlang eines flexiblen roten Fadens gestaltet das Team das Programm entsprechend des Gruppenprozesses und sorgt für einen transparenten Verlauf.
  • ganzheitlich:

  • die Arbeitsweise bezieht sowohl kognitive als auch emotionale und körperliche Elemente ein. Erfahrungen und Alltag der TeilnehmerInnen sind Ausgangspunkt der Arbeit. Je nach Thema setzen wir einen Schwerpunkt auf reflexive, kommunikative und/oder handlungsbezogene Methoden.
  • partizipativ:

  • Entscheidungsfindung und Selbstorganisation im Seminar verstehen wir als Übungsfeld aktiven und demokratischen Umgangs. Das Team bringt Inhalte und Standpunkte mit einer dialogischen Haltung ein.
  • mit kreativen Methoden:

Eine Palette didaktischer Methoden wie Theater, Malen oder kreatives Schreiben sprechen verschiedene Sinne an und bieten unterschiedliche sowie abwechslungsreiche Zugänge. Stets wird die Arbeit unterstützt durch Übungen zur Förderung der Konzentration und der Gruppendynamik.