ZFD-Projekte im ehemaligen Jugoslawien



Die Nachfolgestaaten Jugoslawiens befinden sich heute in einem tiefgreifenden Umbruchprozess, in dem die Folgen des Krieges noch deutlich nachwirken.
Insbesondere das Fortbestehen interethnischer Widersprüche, Diskriminierungen und Feindbilder ist für den Wiederaufbau einer pluralistischen Gesellschaft problematisch. Ein großer Teil der damit verbundenen Konflikte wurde noch nicht nachhaltig bearbeitet, sondern lediglich eingefroren. Annäherung und Vertrauensbildung innerhalb und zwischen den Gesellschaften bleiben schwierig, auch da die politischen Eliten der Länder Reform- und Aufarbeitungsprozesse weitgehend blockieren.
Besonders problematisch ist die Entwicklung einer Kultur des Schweigens gegenüber den Kriegsgeschehnissen, Hand in Hand mit der Heroisierung von Kriegsverbrechern und der Ablehnung von Verantwortung auf der jeweils eigenen Seite. Damit geht die Entwicklung einer starken Opferidentität in allen Bevölkerungsgruppen einher und sich gegenseitig ausschließende Geschichtsschreibungen und Wahrheiten über den Krieg verfestigen sich.

Die Projekte der KURVE Wustrow im ehemaligen Jugoslawien haben die Unterstützung des Friedensprozesses und die Stärkung lokaler Kapazitäten im Bereich der gewaltfreien Konfliktbearbeitung zum Ziel. Besonderes Augenmerk liegt auf der Unterstützung bei der Herausbildung inklusiver Identitäten und Werteüberzeugungen in allen ethnischen Gruppen.


Laufende ZFD-Projekte


Bosnien Herzegowina und Serbien
Aufarbeitung der Vergangenheit in Kooperation mit dem Centre for Nonviolent Action (CNA)

Mazedonien
Entwicklung eines Curriculums für interethnische Jugendarbeit in Kooperation mit CBC LOJA